Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Memmingen gegründet

Ein Bündnis von demokratiebewegten Bürgerinnen und Bürgern, das sich für direkte Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen einsetzt, war der Herzenswunsch von Gerd Hoffmann von Mehr Demokratie in Bayern.

Die Bündnisgründung konnte er noch auf den Weg bringen. Nach seinem plötzlichen Tod werden die Bündnispartner den Weg ohne ihn, aber in seinem Sinne fortsetzen. Vertreter von Mehr Demokratie, Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Bund Naturschutz Memmingen (BN), attac Memmingen-Illerwinkel, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Evangelisches Bildungswerk Memmingen, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen sowie ÖDP KV MM-UA und ÖDP-Stadtratsfraktion trafen sich, um das erste Projekt in Angriff zu nehmen.

Unter dem Titel "Unser Mut war stärker als die Angst - Demokratie braucht Mut" findet am Freitag, den 22. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Memmingen eine Veranstaltung mit dem Theologen und Bürgerrechtler aus Thüringen, Ralf-Uwe Beck statt. Der Referent, der eine demokratiebewegte Vergangenheit aufweisen kann, ist als Presseverantwortlicher der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland tätig. Er wurde für sein politisches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Für Beck gilt: "Wenn wir aufhören, die Demokratie zu entwickeln, fängt die Demokratie an, aufzuhören." Zur Einstimmung auf die Abendveranstaltung, die auch eine offene Diskussion zum Thema Demokratie mit dem Publikum vorsieht, lädt das Bündnis um 17.30 Uhr (Treffpunkt Marktplatz/Brunnen) zu einer Stadtführung an die Orte der Memminger Freiheitsgeschichte des Jahres 1525 ein. Ein Besuch im Saal der "Kramerzunft", in welchem die 12 Freiheitsartikel der Bauern verfasst wurden - sie gelten als die erste Formulierung von Grund- und Menschenrechten auf deutschem Boden - ist ebenfalls vorgesehen.

Erklärtes Ziel des Bündnisses ist es zudem, viele Bürgerinnen und Bürger Memmingens für Demokratie und Menschenrechte zu begeistern und einen festen Tag im Jahresablauf zu etablieren. 

Von links nach rechts: Bezirksrat ÖDP Alexander Abt; Maximilian Uhl; Susanne Hirschberger; Wolfgang Weiss; Lucia Fischer; Susanne Socher; Harald Ruck; Rupert Reisinger; Gabriela Schimmer-Göresz

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