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Biologin Dr. Maiken Winter will für die ÖDP in den Bundestag

Murnau/GAP/WM-SOG. „Ich möchte die Möglichkeit nutzen, etwas zu bewegen.“ Die ÖDP im Wahlkreis 226, der die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau umfasst, geht mit der in Raisting lebenden Biologin und Klimaschutz-Aktivistin Dr. Maiken Winter ins Rennen um die Bundestagswahl 2021. „Wir haben nur diesen einen Planeten. Es muss unser oberstes Ziel sein, ihn als lebenswerten Ort zu bewahren.“

Dr. Maiken Winter

Murnau/GAP/WM-SOG. „Ich möchte die Möglichkeit nutzen, etwas zu bewegen.“ Die ÖDP im Wahlkreis 226, der die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau umfasst, geht mit der in Raisting lebenden Biologin und Klimaschutz-Aktivistin Dr. Maiken Winter ins Rennen um die Bundestagswahl 2021. „Wir haben nur diesen einen Planeten. Es muss unser oberstes Ziel sein, ihn als lebenswerten Ort zu bewahren.“ 

Zusammen mit Al Gore für Klimaschutz

Die 52-jährige Biologin und Ornithologin, die lange in den USA lebte,  im Rahmen des „Climate Reality Projects“ vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore trainiert wurde und deutschlandweit vernetzt ist, ließ bei ihrer Vorstellung keine Zweifel daran, was ihr am Herzen liegt: „2020 und 2016 waren die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und in der Arktis sind die Temperaturen um 6 Grad höher als üblich. Die Dramatik der Lage ist leider nur wenigen mit all ihrer Konsequenz bewusst. Wir müssen alles daran setzen, das Überschreiten klimatischer Kipppunkte zu vermeiden und das Klima zu schützen“, sagte sie. 

ÖDP will Lobbyismus stoppen

Maiken Winter wurde ohne Gegenstimmen von den ÖDP-Mitgliedern zur Direktkandidatin im Wahlkreis 226 nominiert. Die nachfolgende Diskussion zeigte großen Bedarf an Austausch, der in den letzten Monaten aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kaum möglich war und die politische Arbeit deutlich erschwert hat. Einige Mitglieder warnten vor dem grassierenden Lobbyismus in München, Berlin und Brüssel, der sachgerechte Politik erschwere und oft nicht die besten Lösungen erbringe; dass die ÖDP konsequent für die Trennung von Wirtschaft und Politik eintrete und u. a. Firmenspenden an Parteien verbieten will, wurde als wichtiges Markenzeichen gewertet. „Wir müssen unser einzigartiges Parteiprogramm nach draußen tragen, um mehr Wählerstimmen zu erhalten“, forderte ein anderer Redner. Weitere Themen, die den anwesenden Mitgliedern unter den Nägeln brannten, sind u. a. die zunehmenden Hinweise auf die Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung (siehe aktueller Ausbau von 5G) sowie das Pro und Contra einer Impfpflicht bzw. weitergehende Informationen zu den vorgesehenen Impfmaßnahmen. 

Beuting spricht von „Klima- und Demokratie-Wahl“

„Wichtige politische Themen in unserem Land werden nicht wirklich gelöst. Und viele wollen nach der Krise so schnell wie möglich in die ‚Vor-Corona-Wachstumsnormalität‘ zurück. Die Bundespolitik kann dringend mehr Orange vertragen“, sagte der Garmisch-Partenkirchener ÖDP-Kreisvorsitzende und Murnauer Bürgermeister Rolf Beuting in Anspielung an die Parteifarbe der ÖDP. „Die Bundestagswahl 2021 muss eine Klima-Wahl werden“, hofft Beuting. Man wolle das für die gesamte Menschheit und den Planeten Erde zentrale Thema durch eine eigene Bundestagskandidatin verstärken, „daher ist es wichtig, dass die ÖDP Flagge zeigt“. Die ÖDP arbeite bereits seit vier Jahrzehnten daran, die Welt nachhaltiger zu machen. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, was der Staat zu leisten in der Lage ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Aber die diesjährige Bundestagswahl sei „nicht nur eine Klima-Wahl, sondern auch eine Demokratie-Wahl“. Mit Blick auf die vor wenigen Tagen stattgefundenen Ausschreitungen im Kapitol in Washington, die ihn sehr bewegt und betroffen gemacht hätten, müssten „wir klarmachen, dass wir für die Demokratie einstehen – gegen Lügen, Hass und Hetze“. 

Die ÖDP befindet sich im Aufwind. Nach dem erfolgreichen Artenschutz-Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ und dem Wiedereinzug ins Europaparlament konnte sie im März 2020 bei den bayerischen Kommunalwahlen ihre lokale Verankerung deutlich ausbauen. Derzeit sind allein in Bayern rund 410 ÖDP-Mandatsträger in den Kreisen, Städten und Gemeinden aktiv. 

Agnes Edenhofer, Dr. Maiken Winter, Rolf Beuting,