Leserbrief zum Artikel „Berger Au“ im Tagblatt vom Sa./So. 27.7.19

Leserbrief des ÖDP Ortsverband Oberhausen zur Vergabe der Bauplätze im aktuellen Baugebiet "Berger Au" und der allgemeinen Wohnsituation im Ort

Die über 40 Bewerber für die Bauplatzvergabe in der Berger Au dürften niemand überraschen, der sich im Vorfeld in Oberhausen umgehört hat.

Fragwürdig ist für uns (ÖDP Ortsverband Oberhausen) die Tatsache, dass von dem 13.000 m² großen Areal lediglich 4 Parzellen à ~630m² an einheimische Bewerber vergeben wurden.

Laut EU-Leitlinien darf der örtliche Bezug im Punktsystem zur Vergabe bis 50% betragen. Warum wurde die Ortsansässigkeit bei 25 Punkten (=max. 5 Jahre) gedeckelt?

Es wäre u.a. auch eine Punktvergabe für ein ehrenamtliches Engagement des Bewerbers/-in im Ort möglich gewesen.

Hätte man so „den einkommensschwachen und weniger begüterten Personen der örtlichen Bevölkerung“ (Zitat aus den Vergabe-Richtlinien der Gemeinde) nicht mehr des kostbaren Baulandes zugutekommen lassen können?

Wir brauchen gerade hier eine Politik, die sich mehr nach dem Gemeinwohl ausrichtet! Dies kann auch andere Wohnformen umfassen.

Im aktuellen Fall zeigt die Diskussion um Wandhöhen, Wohnflächen und damit erforderlichem Zusatzverbrauch an Stellflächen etc., wie veraltet das „Einheimischenmodell“ mittlerweile ist.

Ein unverhältnismäßig hoher Flächen- und Ressourcenverbrauch für relativ wenige Menschen.

Es gibt zeitgemäßere Ortsgestaltungen, die weniger Ressourcen verbrauchen und zugleich mehr Menschen der örtlichen Bevölkerung (=Zielgruppe) zugutekommen.

Es ist höchste Zeit, das Thema „Wohnen“ deutlich vielseitiger und intensiver zu diskutieren, damit nicht weiterhin junge Leute aus dem Ort wegziehen, weil sie hier keine angemessene Bleibe finden.


Andi Reichel, Markus Kunzendorf, Irmi Richter und Rupert Palmberger für den ÖDP Ortsverband Oberhausen


Die ÖDP Weilheim-Schongau verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen