Neu in Weilheim! Der ÖDP-Stadtverband Weilheim stellt sich vor!

Die anwesenden Weilheimer ödp-Mitglieder mit dem neu gewählten Vorstand Andreas Halas (1. Vorsitzender, mitte), Saro Gerd Ratter (2. Vorsitzender, rechts daneben), Dr. Roland Bosch (3. Vorsitzender, links daneben) und Dr. Thomas Meiwald (Schriftführer, 5. von rechts)
Der neu gewählte Vorstand des ödp-Stadtverbandes Weilheim angeführt von Andreas Halas (1. Vorsitzender, 2. von rechts), Saro Gerd Ratter (2. Vorsitzender, 3. von rechts), Dr. Roland Bosch (3. Vorsitzender, rechts) und Dr. Thomas Meiwald (Schriftführer, links) wird nach erfolgreicher Wahl beglückwünscht von der ödp-Kreisvorsitzenden Agnes Edenhofer und ihrem Stellvertreter, Markus Kunzendorf (3. von links)

 

Weilheim, den 10.10.2019

Am 10. Oktober war es soweit. Im Dachsbräustüberl in Weilheim trafen sich knapp 30 ödp- Mitglieder und – Interessierte zur offiziellen Gründungsversammlung.

Initiator Andreas Halas, im normalen Leben Gymnasiallehrer begrüßte die Anwesenden und brachte das Anliegen der ÖDP als Partei mit einem lateinischen Satz auf den Punkt: „Secundum naturam vivere“. Soll heißen, „im Einklang mit der Natur Leben“. Dieses Motto zog sich wie ein roter Faden durch den weiteren Abend.

Die Kreisvorsitzende, Agnes Edenhofer, ergänzte in ihrer Begrüßung die Kernpunkte der ÖDP-Politik mit einigen Schlagworten: Nachhaltigkeit, Sparsamkeit, Eigenverantwortung. Ganz wichtig war ihr die Tatsache, dass die ÖDP sich grundsätzlich ohne externe Spenden finanziert. Das mache die ÖDP völlig frei von irgendwelchen finanziellen Verflechtungen und Abhängigkeiten, anders als bei anderen Parteien. Nach Edenhofers Worten wird die ÖDP trotz großer Erfolge noch nicht überall wahrgenommen. Dabei sei die ÖDP federführend bei einer Reihe von Volksbegehren, z.B. zum Nichtraucherschutz, Abschaffung des Bayerischen Senats, und jüngst dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gewesen. Aber das wird sich mit der Gründung des Stadtverbandes Weilheim ab jetzt ändern, davon zeigte sie sich überzeugt.

Einstimmig wurde im Anschluss der Stadtverband von den anwesenden Weilheimer ÖDP- Mitgliedern aus der Taufe gehoben und offiziell gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde in geheimer Abstimmung der Gymnasiallehrer Andreas Halas gewählt. 2. Vorsitzender ist der Agraringenieur und Berater Saro Gerd Ratter, 3. Vorsitzender der Naturwissenschaftler, Dr. Roland Bosch. Der Weilheimer Ingenieur, Dr. Thomas Meiwald, komplettiert als Schriftführer den Vorstand.

Vortrag von Dr. Maiken Winter: „Yes Do Panic“- Warum Greta Thunberg recht hat und was jetzt zu tun ist.

Oberhausen, den 09.09.2019

Vortrag von Dr. Maiken Winter: „Yes Do Panic“- Warum Greta Thunberg recht hat und was jetzt zu tun ist.

Link zur Aufzeichnung

Um Fakten zum Klimawandel, dessen Folgen und wie wir uns dagegen stemmen können, ging es in Oberhausen beim Stroblwirt, in einem vom Ortsverband Oberhausen der Ökologisch Demokratischen Partei organisiertem Themenabend. Über 50 Gäste folgten den Ausführungen der Biologin und aktiven Klimaschützerin Dr. Maiken Winter.

Angst ist im Allgemeinen ein schlechter Ratgeber, und Panik erst recht.
Und doch weist die Klimaaktivistin Greta Thunberg darauf hin, dass wir uns verhalten müssten „als ob unser Haus brennt“: Nicht mehr abwarten und warten, ob jemand anders reagiert- nein, sofort zu reagieren ist mittlerweile angebracht.
So erklärte Dr. Maiken Winter bei ihrem Vortrag in Oberhausen den Titel ihres Vortrags „Yes Do Panic“. Den Beisatz „warum Greta Thunberg recht hat und was jetzt zu tun ist“ belegte sie anhand vieler unterschiedlicher wissenschaftlicher Ergebnisse.
Die wichtigsten Fakten: Eine globale Temperaturdifferenz von 4° C macht bereits den Unterschied zwischen einer Eis- und einer Warmzeit aus.
Wenn die Menschheit ihre Lebensweise wie bisher fortführt, werden wir bis zum Jahr 2100 diese 4° Temperaturunterschied haben, mit allen lebensfeindlichen klimatischen Folgen: Eine Zeitspanne, die die Kinder, die heute geboren werden, noch erleben. Und es wird nicht bei einer Erwärmung um „nur“ 4 C bleiben, wenn erst einmal positive Rückkopplungsprozesse in Gang treten, durch die eine globale Erwärmung immer weiter verstärkt wird.

Der Anstieg der Co2-Konzentration in der Atmosphäre war in den Jahren 2000- 2015 so hoch, wie in den 10.000 Jahren zuvor insgesamt. „Die bereits jetzt erreichten CO2-Werte sind sehr viel höher als die natürlichen Schwankungsbreite innerhalb der letzten 3 Millionen Jahre“ führte Dr. Winter aus. „Es muss uns klar sein, die kommende Klimakatastrophe betrifft nicht den Planeten Erde -der ist froh, wenn er uns los ist- sie betrifft vor allem uns Menschen!“
Die Menschheit darf insgesamt nur noch etwa 380 Gigatonnen CO2 emittieren um noch mit einer 67%-igen Wahrscheinlichkeit das Erreichen klimatischer Kipp-Punkte zu vermeiden. Bei einem Beibehalten der derzeitigen globalen Emissionen von 40 Gt pro Jahr, bleiben daher noch etwa 9 Jahre bis wir alles CO2 emittiert haben. Das bedeutet: Wir müssen extrem schnell Klimaneutralität erreichen – also einen Treibhausgasausstoß von Nettonull haben. Nur dann kann die globale Mitteltemperatur bei einem maximal-verträglichen Anstieg von 1,5° gehalten werden. Dr. Winter: „Es reicht nicht, dass wir uns auf den Weg machen, wir müssen auf die Rennbahn!“
Ist diese Umkehr überhaupt denkbar?
Dr. Maiken Winter setzt ihre Hoffnung in einen raschen gesellschaftlichen Umschwung, wie er zuletzt beim erfolgreichen Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt zu erleben war. Dazu braucht es eine massive Mobilisierung zum Klimaschutz, die gleichzeitig andere Probleme – v.a. Biodiversitätsverlust und den massiven Phophor – und Stickstoffeintrag in die Umwelt – nicht aus den Augen verlieren darf. Aktivitäten wie z.B. die Fridays for Future-Aktionen sind für diese Mobilisierung sehr wichtig, denn sie schaffen Bewusstsein und aktivieren weitere Personen und Gruppierungen. Wenn die Gesellschaft erst einmal massiven Druck ausübt, dann wird die Politik nachziehen und wesentliche Änderungen wie einen CO2-Preis mit Klimadividende einführen, ist sich Winter sicher. „10 – 15% der Bevölkerung können diesen Umschwung schon einleiten“.
Eine konkrete Maßnahme dafür kann die Ausrufung eines „Klimanotstands“ sein, wie es schon viele Städte in der Welt – und kürzlich als erste deutsche Stadt auch Konstanz getan hat. Durch die Ausrufung eines Notstandes erkennt der Gemeinderat den Klimawandel als akute Bedrohung an. Die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen werden zur höchsten Priorität erklärt. Damit werden alle die Kommune betreffenden Entscheidungen unter einem „Klimavorbehalt“ gestellt. Wesentlich sei bei allen Aktivitäten, dass man nicht nur auf die Zuständigkeiten anderer verweist, sondern selbst beherzt vorangeht und Verantwortung für unsere Zukunft übernimmt. An diesem Abend wurde ein Bürgerantrag zur Ausrufung des Klimanotstandes in der Gemeinde Oberhausen auf den Weg gebracht.

In der dem Vortrag folgenden regen Diskussion kamen zahlreiche Anregungen, wie im persönlichen Umfeld eine CO2-Einsparung gelingen kann. Dabei verwiesen die meisten Redner darauf, dass der vermeintliche Verzicht auf gewohnte Annehmlichkeiten gleichzeitig einen Gewinn an Lebensqualität mit sich gebracht hat. Die entspricht ganz dem ÖDP-Wahlslogan „Weniger ist mehr!“

Besuch beim Info-Tag: Gemeinwohl-Ökonomie für Alle oder Jeden?!

Paterzell, den 15.05.2019

Von unserem ÖDP Ortsverband Oberhausen waren gestern Andreas Reichel und Markus Kunzendorf bei den Veranstaltungen zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie in der Kommune im Gasthof Eibenwald in Paterzell. Am Nachmittag fand eine intensive Gesprächsrunde mit dem 1. Bürgermeister der GWÖ-Gemeinde Kirchanschöring statt. Kirchanschöring ist die erste Gemeinde in Deutschland, die Ihr Handeln an der Gemeinwohl-Ökonomie ausrichtet und eine jährliche Gemeinwohl-Bilanz erstellt. Diese Gemeinwohl-Bilanz soll die finanzille Bilanz ergänzen, und den Einsatz der Gemeinde zu Themen wie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transpoarenz und Mitentscheidung sichtbar machen! Die jährliche Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz erlaubt auch eine Kontrolle und Einsicht in die weitere Entwicklung in diesen Bereichen. Siehe Bild 3 (Gemeinwohl-Matrix 5.0)

Gemeinde Kirchanschöring

Am Abend fand ein Vortrag mit anschließender Diskussion mit dem Leiter von Herzogsägmühle Herrn Wilfried Knorr und dem 1. Bürgermeister von Kirchanschöring Hans-Jörg Birner statt. Auch in Herzögsägmühle wird eine Gemeinwohl-Bilanzierung vorgenommen. Hier konnten sehr interessante Details zur Arbeit mit der Gemeinwohl-Ökonomie in einer Gemeinde gewonnen werden. So gibt es in der Gemeinde Kirchanschöring z.B. ein Gemeindeentwicklungskonzept "Leben und Wirtschaften", einen kommunalen Grünflächenpflegeplan, ein Haus der Begegnung oder Wohnraumberatung. In Zukunft wird es in Kirchanschöring keine Einfamilienhäuser mehr geben. Durch die Realisierung von Zwei- oder Mehrfamilienhäuser konnte der Flächenverbrauch von 283 qm auf 110 qm pro Kopf reduziert werden.

In unserem Landkreis Weilheim-Schongau befassen sich bereits die Gemeinden Peißenberg, Wielenbach und Wessobrunn sehr intensiv mit diesem Thema.

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein fester Bestandteil der politischen Forderungen der Ökologisch Demokratischen Partei #ÖDP!

die-oedp-gemeinwohloekonomie.de

Besuch beim politischen Aschermittwoch in Landshut

von links: Marianne Edenhofer, Agnes Becker, Markus Kunzendorf, Andreas Reichel, Karl Edenhofer.

Zur diesjährigen Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch der ÖDP haben sich vier Mitglieder unseres Kreisverbandes auf den Weg nach Landshut gemacht.

Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit unserer "Bienenkönigin" Agnes Becker, die mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Es war auch für uns Mitglieder eine sehr motivierende Veranstaltung.

Vielen lieben Dank an alle Organisatoren und Redner!

 

Näheres zum politischen Aschermittwoch finden sie hier!

ENZYKLIKA „LAUDATO SI“- AUFRUF ZU EINER GANZHEITLICHEN ÖKOLOGIE IM SINNE DES GEMEINWOHLS

Kaum  ein Manuskript aus dem Vatikan hat so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten, wie die zweite Enzyklika von Papst Franziskus- erschienen im Juni 2015. Selten war eine Enzyklika so nah an der direkten Lebenswelt der Menschen dran, wie diese.

Die Enzyklika (= „ermahnendes Rundschreiben)  „Laudato si“ wird gemeinhin als „Umweltenzyklika“ betitelt, hat aber dabei  auch stets soziale Zusammenhänge im Blick.
Bei einem von der ÖDP organisierten Vortrag in Peiting                     informierte der Umweltreferent der Erzdiözese München-Freising Mattias Kiefer über die Inhalte, die Aussagen des Papstes und die Wirkung, welche diese erzielen sollen.

Der Untertitel der Enzyklika „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ sagt bereits etwas über die Beweggründe für deren Entstehung aus. Schon nach seinem Amtsantritt hatte Franziskus eine Umweltenzyklika angekündigt. Veröffentlicht wurde sie einige Monate vor der  UN-Klimakonferenz in Paris, mit dem Ziel, dass sie auf die dort anstehenden Entscheidungen Einfluß nimmt. Dies soll, nach Verlautbarung von Teilnehmern, auch gelungen sein.

Mattias Kiefer wies immer wieder auf die ganzheitliche Sicht auf die Wirklichkeit und die dezentrale Perspektive der Enzyklika hin: Sie beinhaltet wissenschaftlich hochaktuelle Fakten und theologisch-religiöse Standpunkte gleichermaßen -auch Theologen anderer Religionen kommen darin zu Wort.
Der Text ist durch Optimismus geprägt: er traut dem Menschen zu, die vorhandenen Problematiken zu meistern.

Dem Problemfeld „Artensterben“ nimmt sich ganz aktuell auch die ÖDP an mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen-Artenvielfalt erhalten“. Dr. Maiken Winter, Landtagskandidatin und Fachsprecherin des Initiatorenteams, stellte dies den Gästen kurz vor.

Die ÖDP-Kreisvorsitzende Agnes Edenhofer stellte fest, „dass im ÖDP-Programm ganz viel Papst enthalten ist“ und forderte die Anwesenden zu Nachfragen an Mattias Kiefer auf. Daraus entspann sich eine angeregte Diskussion z.B. wie Papst Franziskus zu der zuversichtlichen Haltung hinsichtlich der menschlichen Veränderungsbereitschaft gelangt.

Fazit: Die Enzyklika „Laudato si“ bewegte  auch an diesem Abend die Zuhörer in Peiting, wie schon zuvor viele Millionen weltweit.


(Über)Leben in der Ökokrise

Angesichts der dramatischen Entwicklungen im Bereich Klimawandel, Artensterben, Naturzerstörung und vielem anderen stellen sich viele Menschen die Frage, ob überhaupt und wie die notwendigen Änderungen für ein langfristiges gutes Überleben noch zu schaffen sind. Wie können wir gemeinsam diese Probleme so angehen, dass wir nicht im Burnout enden, sondern uns gegenseitig positiv unterstützen?
Der Münchner Therapeut und Psychiater Dr. Andreas Meissner sprach auf Einladung der ÖDP über dies hochrelevante Thema in seinem Vortrag „Burnout von Mensch und Natur“ im Kultur- und Tagungszentrum in Murnau. Dass an einem wunderschönen Sommerabend der Saal voll besetzt war, zeigt, wie stark dieses Thema den Zeitgeist anspricht.
Grundthesen zur Ökokrise
Meissners Grundthesen lauten:
1.    Die ökologische Krise ist nicht mehr abwendbar, ja, wir stecken schon mitten drin. Der Klimawandel zeigt schon heute seine dramatischen Auswirkungen; und das 6. Massenaussterben der Erdgeschichte – dieses Mal vom Menschen bedingt – ist in vollem Gange.
2.    Menschen haben eingeschränkte Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten. Wir nehmen vor allem das wahr, was sich in unmittelbarer Nähe abspielt – und wir verdrängen die Dinge, die in weiter Ferne sind. Entsprechend helfen wir zwar unserem Nachbarn – aber zeigen kaum Empathie zu den Klimaflüchtlingen, die auf Grund unserer Lebensweise ihre Heimat verlieren. Zusätzlich wird die Wahrnehmung der jüngeren Generation eingeschränkt, die den früheren Zustand der Natur und des Klimas gar nicht mehr kennen. Durch diese „Shifting Baseline“ werden Veränderungen weniger stark wahrgenommen als sie wirklich sind.

„Wenn der Klimawandel stinken würde, dann würden wir sehr viel schneller etwas dagegen unternehmen.“ Dr. Andreas Meissner

Auch ist der Mensch, der sich über den größten Teil seiner Entwicklung nur mit lokalen und unmittelbaren Problemen beschäftigen musste, mental nicht geschaffen für die heutigen globalen und langfristigen Probleme. Die von uns geschaffene Ökokrise eilt sozusagen unserem Entwicklungszustand voraus.
3.    Der Einzelne ist angesichts der sich global abspielenden Katastrophe überfordert. Die Zunahme von Depressionen und Burnout stehen damit in einem klaren Zusammenhang.
Diese Überforderung hat viele Ursachen. Zum einen reichen alle Dinge, die ein Einzelner tun kann, nicht aus, um die Ökokrise zu überwinden. Auch lähmen Angst und Ohnmachtsgefühle. Gleichzeitig sind wir erstaunlich gutgläubig und meinen, durch eine einzelne gute Tat das Gesamtproblem schon effektiv anzugehen. Diese Art von Selbstberuhigung bewirkt, dass wir allesamt der Ökokrise bisher nicht effektiv entgegentreten. Dafür benötigen wir systemische Veränderungen, die der Einzelne nicht direkt beeinflussen kann. Hier ist die Politik gefragt, die aber – auch von Industrie-Lobbyisten beeinflusst – bisher nicht an den notwendigen Stellschrauben dreht. Auch ist der globale politische Apparat im Grunde zu groß, um gegenseitiges Vertrauen, Empathie und Offenheit aufzubauen, was eine faire und gerechte Kooperation ermöglichen würde.
Eines sollte uns klar sein – der notwendige „Verzicht“, den viele befürchten, ist im Grunde ein Gewinn. Auch heute verzichten wir ja auf Vieles – auf sauberes Wasser, saubere Luft, stabiles Klima, reichlich Schnee im Winter, bunte Blumenwiesen... und vieles mehr. Wie nehmen diesen Verzicht meist ohne Aufbegehren hin, obwohl dadurch unsere Gesundheit und unsere Lebensgrundlagen massiv gefährdet werden. Gleichzeitig entstehen immer neue Krankheiten – Schlafstörungen, Burnout, Internetsucht – und die sozialen Beziehungen werden immer instabiler.
„Wofür nehmen wir all dies in Kauf?“, frägt Dr. Meissner.  „Für eine oft fragwürdige, sinnentleerte Arbeit,“ ist seine Antwort.
Mögliche Lösungen
Was gibt es angesichts dieser Entwicklungen für Lösungen? Umweltpsychologen wollen die Nicht-materielle Zufriedenheit fördern. „Die Natur ist wesentlich für unsere seelische Gesundheit – sie ist ein wichtiges Antidepressivum“ , so Meissner. „Ziele jenseits des Materiellen – Gesundheit, Freundschaft, ein blühender Garten – können sehr viel glückbringender sein als ein neues Smartphone.“
Doch solche Änderungen brauchen Zeit – zu viel Zeit.
Es ist notwendig, sich bewusst zu machen, dass unsere Art, Homo sapiens, genauso endlich ist wie die 99 % aller Arten vor uns, die im Laufe der Erdgeschichte ausgestorben sind. Doch das sollte uns nicht zum Nichtstun auffordern. Im Gegenteil.  Denn auch angesichts unseres eigenen Todes – der jeden einzelnen von uns mit 100%iger Sicherheit ereilen wird, setzen wir uns ja dafür ein, unser Leben glücklich und sinnvoll zu verbringen. Es gibt keinen Grund, dies nicht auch angesichts der drohenden Ökokrisen zu tun. Denn nur so können wir in Würde Mensch sein – indem wir Verantwortung dafür nehmen, unser Leben und das unserer Nachkommen so sicher, glücklich und gesund wie möglich zu verbringen.


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